WebP vs JPG vs PNG: Welches Bildformat wann?

Die drei wichtigsten Bildformate im direkten Vergleich – mit klaren Empfehlungen für Web, E-Mail, Druck und Social Media.

Drei Formate, drei Charaktere. JPG ist der Veteran fürs Foto, PNG der verlustfreie Spezialist für Grafiken, WebP der moderne Alleskönner. Wer das richtige Format für die jeweilige Situation kennt, spart Speicher, Ladezeit und Nerven.

Die drei Formate auf einen Blick

EigenschaftJPGPNGWebP
Kompressionverlustbehaftetverlustfreibeides möglich
Transparenzneinjaja
Animationneinneinja
Typ. Dateigröße (Foto)mittelsehr großklein
Browser-Supportüberallüberallalle aktuellen
Bestes EinsatzgebietFotos im Web & E-MailLogos, Screenshots, Druckmoderne Webseiten

JPG: der Foto-Klassiker

JPG (oder JPEG, gleiches Format) wurde 1992 für Fotos entwickelt. Es komprimiert verlustbehaftet – das heißt: Information wird weggeworfen, dafür wird die Datei klein. Bei 80–90 % Qualität sieht das menschliche Auge keinen Unterschied zum Original, die Datei ist aber oft 5–10× kleiner als ein PNG des gleichen Motivs.

Aber: Jedes erneute Speichern als JPG erhöht den Qualitätsverlust. Ein Foto, das du dreimal als JPG bearbeitet hast, sieht messbar schlechter aus. Für reine Fotos ist JPG trotzdem das pragmatischste Format – und das einzige, das wirklich überall ohne Wenn und Aber funktioniert.

Wann nehmen? Fotos, die per E-Mail verschickt werden, klassische Webseiten-Bilder, Bewerbungs-Fotos. Wer ein PNG in JPG umwandeln möchte, spart oft 60–80 % Speicher.

PNG: der verlustfreie Spezialist

PNG wurde Ende der 90er als Antwort auf die GIF-Lizenzprobleme entwickelt. Es speichert verlustfrei, behält also jeden Pixel exakt so, wie er war. Das macht PNG groß, aber unverzichtbar für drei Anwendungsfälle:

  • Logos & Icons: harte Kanten und reine Farben kompensiert PNG perfekt – JPG würde an den Rändern verwaschene „Halos" produzieren.
  • Screenshots: Texte und UI-Elemente bleiben gestochen scharf.
  • Bilder mit Transparenz: ein freigestelltes Produkt-Foto auf transparentem Hintergrund kann nur PNG (oder WebP) speichern.

Der Preis ist die Dateigröße: ein 4000×3000-Foto kann als PNG 20 MB groß sein – als JPG 2 MB, als WebP 1 MB. Daher: PNG für Grafik, nicht für Foto.

WebP: das moderne Format der Wahl

Google hat WebP 2010 eingeführt, mittlerweile unterstützt es jeder relevante Browser. WebP ist die technisch beste Option der drei: Es kann verlustfrei und verlustbehaftet komprimieren, beherrscht Transparenz und Animation – und ist dabei in fast allen Fällen 25–50 % kleiner als das Vergleichs-JPG/-PNG.

Der einzige echte Nachteil: Manche älteren Programme (insbesondere ältere Versionen von Microsoft Office, Mail-Clients oder Bildbetrachter) öffnen WebP nicht. Wenn dein Empfänger das Bild garantiert öffnen können muss, bleib bei JPG. Wenn du selbst entscheidest, wo das Bild landet (z. B. auf deiner Webseite), nimm WebP.

Mit unserem WebP Konverter kannst du JPG, PNG, GIF und BMP direkt in WebP umwandeln. Wer aus einer bestehenden JPG-Bibliothek einen modernen Web-Workflow machen will, findet bei JPG zu WebP die direkte Lösung.

Die Empfehlungen in einem Satz

  • Webseite, modernes Setup → WebP, mit JPG-Fallback für sehr alte Browser (oder ganz ohne Fallback, wenn du nur aktuelle Browser bedienst).
  • E-Mail, Bewerbung, Versand an Unbekannte → JPG, weil universell.
  • Logo, Icon, Screenshot, freigestelltes Bild → PNG, oder WebP wenn du Web-Reichweite optimierst.
  • Druckvorlage → PNG (verlustfrei) oder direkt TIFF, falls die Druckerei das verlangt.

Tipp: Format und Komprimierung trennen

Viele halten „WebP" für gleichbedeutend mit „kleiner Datei". Das stimmt nur, wenn du ein vernünftiges Qualitäts-Level wählst. WebP bei 100 % ist nicht kleiner als ein gut komprimiertes JPG bei 80 %. Spiel mit der Qualitätsstufe – die Lebenszeit deiner Web-Besucher wird's dir danken.

Wenn du nur die Größe reduzieren willst, ohne das Format zu wechseln, ist Bild komprimieren der direktere Weg.